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Wenn einer eine Reise tut,

dann kann er was erzählen...

Viel zu erzählen hat auch Andreas Richert, der im August auf das Apaika-Ölfeld in Ecuador reiste. Grund der Reise war ein von der Werthenbach-Hydraulik gefertigtes Aggregat, das zusammen mit einer Förderpumpe unseres Kunden Bornemann auf dem Ölfeld im Einsatz ist.

Die Reise wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis, wie der nachfolgende Reisebericht zeigt: Der Wecker klingelte am Abreisetag, dem 4. August 2015, mitten in der Nacht, denn bereits um 6 Uhr sollte mein Zubringerflug von Hannover nach Amsterdam starten. Am Flughafen Schiphol wartete das Flugzeug, das uns in rund 15 Stunden Flugzeit sicher nach Quito brachte.

Mit einem gehörigen Jetlag in den Knochen (Zeitverschiebung: minus 7 Stunden), nach zeitraubenden Einreiseformalitäten und 1 Stunde Taxifahrt, erreichten wir schließlich um 18 Uhr Ortszeit unser Hotel. Da Quito 22 Kilometer südlich des Äquators liegt, ist es hier um 19 Uhr bereits stockfinster, so dass ich an diesem Abend keinen Blick mehr auf die höchstgelegene Hauptstadt der Welt werfen konnte.

Am kommenden Morgen sollte es dann in aller Frühe, wieder per Flugzeug, weitergehen. Das Ziel: Coca, eine Provinzhauptstadt im Osten Ecuadors. Nachdem wir aufgrund eines Unwetters in Coca den Start in Quito abbrechen und im Flugzeug 1,5 Stunden warten mussten, erlebten wir dann einen Flug wie in einer Achterbahn.

Quito liegt auf 3000m N.N., unser Ziel Coca jedoch nur auf 240m N.N., so dass der Flieger, um die Anden überqueren zu können, im Steilflug eine Höhe von 6000m erreichte und anschließend direkt in den Sinkflug wechselte. Passagiere mit schwachen Nerven oder schwachen Mägen wurden hier auf eine echte Probe gestellt. Auch ich war froh, als ich wieder festen Boden unter den Füßen spürte.

 

Doch das Ziel unserer Reise hatten wir noch lange nicht erreicht. Mit einem kleinen Boot wurden wir über den Fluss Rio Napo zum Hauptcamp Ciruisla gebracht. Der Urwald um uns herum mit den vielen ungewohnten Pflanzen und Geräuschen war sehr beeindruckend, so dass die 3-stündige Bootsfahrt wie im Flug verging.

Nach der Sicherheitskontrolle und der Zimmerzuteilung in Ciruisla war es bereits 18:00 Uhr und ein ereignisreicher Tag ging zu Ende. Wer jetzt denkt, wir hätten unser Ziel erreicht, liegt allerdings falsch! Am folgenden Tag, dem 06. August frühstückten wir früh um schließlich die letzte Etappe zum Apaika Ölfeld anzutreten.

Die Weiterfahrt war aufgrund der schlechten „Straßen“ nur noch mit dem Geländewagen möglich. Nach rund 2 Stunden Fahrtzeit, während der wir auch einen Fluss, den Rio Tiputini, mittels einer kleinen wenig Vertrauens-erweckenden Fähre überqueren mussten erreichten wir schließlich das Ölfeld Apaika.

Wir wurden sehr freundlich empfangen und  machten uns sogleich an die Fehlerdiagnose an dem Aggregat. In den kommenden 4 Tagen fanden wir heraus, dass sich aufgrund von Programmier- und Bedienfehlern bei der Inbetriebnahme des Aggregates, Verunreinigungen und ein zu hoher Wassergehalt gebildet hatten. Nach erfolgter Reparatur konnten wir schließlich am 10. August wieder die Heimreise antreten.

Während unseres Aufenthalts erlebten wir immer wieder eindrucksvolle Momente. Das Apaika Ölfeld liegt inmitten eines Naturreservates, in dem die Ranger darum bemüht sind, die durch die massiven Einschnitte in die Natur, vertriebenen Tierarten wieder heimisch zu machen. Dies gelingt nach und nach, so dass wir die Möglichkeit hatten, an diesem Ort die außergewöhnliche Natur hautnah und unverfälscht zu erleben.

Die Rückreise nach Deutschland erfolgte dann auf dem gleichen Weg wie die Anreise, so dass wir schließlich am ….wieder sicher in Hannover landeten.

Diese Reise wird eine bleibende Erinnerung für mich sein und ich danke meinen Kollegen von der Firma Bornemann für die tolle Zusammenarbeit und das gemeinsame Abenteuer.